Mitarbeitende, deren Betrieb an der Workplace-Challenge des Dry January® mitgemacht hat, wünschen sich eine Wiederholung im 2027. Zwei Drittel von ihnen finden, dass jetzt am Arbeitsplatz offener über Alkoholkonsum gesprochen wird. Auch der dritte Dry Pub Crawl (alkoholfreie Kneipentour) in Basel war ein voller Erfolg.
An der ersten Workplace-Challenge in diesem Januar beteiligten sich 31 Betriebe. Deren 565 Mitarbeitenden tranken an insgesamt 11'759 Tagen keinen Alkohol. Mit der Workplace-Challenge konnten die Unternehmen im Rahmen des Dry January® Trinknormen im Arbeitsumfeld hinterfragen und so die Gesundheit ihrer Angestellten verbessern. Mit Wettbewerben wird zudem der Teamgeist gestärkt.
Mitarbeitende sagen "Ja!" zum Dry January am Arbeitsplatz
Eine überwältigende Mehrheit der Mitarbeitenden von 94% wünscht sich gemäss Umfrage (siehe unten) eine Fortsetzung der Workplace-Challenge im nächsten Januar. Diese Zustimmung übertrifft die breite Befürwortung des Dry January am Arbeitsplatz unter individuellen Teilnehmenden, welche nicht an der Workplace-Challenge teilgenommen haben. Doch auch unter ihnen ist die Neugierde gross: zwei Drittel (69%) wünschen sich, dass ihr Betrieb zukünftig die Workplace-Challenge durchführt.
«Ich finde die Kampagne sehr gelungen. Es motiviert, wenn mehrere Personen im Betrieb teilnehmen und man nicht allein ist. Dadurch wird die Challenge noch grösser und man kann sich selbst sowie den anderen zeigen, dass man es schaffen kann.» Teilnehmer der Workplace-Challenge
Und zwei Drittel (65%) fanden, dass das Tabu, im Betrieb über Alkoholkonsum zu sprechen, abgebaut worden ist. Betriebe, die etwas wagen, gewinnen.
«Obwohl wenig Personen unseres Betriebes teilgenommen haben, wurde in Pausen, an Apéros etc. mehrfach und über die Teilnehmenden hinaus das Thema Alkohol - wann, warum und wo automatisiert/ritualisiert - diskutiert. Damit ist für mich bereits ein Ziel erreicht.» Organisatorin der Workplace-Challenge.
Umfrage bei allen Teilnehmenden des Dry January®
Alle Ergebnisse stammen aus einer anonymen Umfrage, welche die Organisation Dry January® bei allen Teilnehmenden (individuelle und Workplace-Challenge) durchgeführt hat. Geantwortet haben 346 Personen. Davon kam jeder sechste (18%) aus einem Betrieb, der an der Workplace Challenge teilgenommen hat. Die Umfrage betraf die Themen soziales Umfeld, Gesundheit und Konsumverhalten.
Freunde und Verwandte reagieren positiv
Freundinnen und Verwandte reagieren positiv auf eine Alkoholpause (96%). Dass Alkohol die einzige Droge sei, für deren Nichteinnahme man sich entschuldigen muss, gilt im Dry January® nicht. Temporär keinen Alkohol zu trinken, kommt in der Mitte der Gesellschaft an.
Besserer Schlaf und mehr Energie im Dry January®
Mehr als vier von fünf Teilnehmende (83%) schlafen durch den Dry January® merklich besser, wie die ad hoc Umfrage ergab. Damit wird die Medizin bestätigt, die zwar dem Alkohol ein schnelles Einschlafen zuspricht, aber genauso eine verminderte Schlafqualität. Dies, weil der Alkohol die REM-Schlafphasen unterdrückt. Wer also regelmässig schlecht schläft, kann eine Dry-Zeit ausprobieren, einen Monat oder noch besser drei. Nach drei Monaten sollte sich der Körper regeneriert haben. Zudem fühlen sich vier von fünf Alkoholpausierende (80%) energievoller.
«Ich merkte bewusster, wann ich innerlich sehr angespannt war und normalerweise zu einem Bier oder Glas Wein greifen würde. Stattdessen habe ich Tee getrunken oder ging Spazieren. Das tat gut.» Teilnehmerin der Workplace-Challenge
Verlängerung und weniger Konsum
Ebenso wollen vier von fünf Dry January® Teilnehmende (82%) den Dry January® erst einmal verlängern. Fast alle Teilnehmenden (97%) wollen in Zukunft ihren Alkoholkonsum verringern.
«Es ist nicht einfach, an gewissen Anlässen auf Alkohol zu verzichten. Das sind geschäftliche Anlässe (Apéros) oder auch auf das Bier nach dem Training mit dem Teamkollegen. Muss auch sagen, dass es mir nicht immer gelungen ist. Ich habe mich aber mehrmals bewusst dagegen entschieden.» Teilnehmer der Workplace-Challenge
Ausverkaufter Dry Pub Crawl
Dieses Jahr fand der dritte Dry Pub Crawl - nach Bern und Aarau - in Basel statt. Die Tickets waren rasch ausverkauft. Bei dieser alkoholfreien Kneipentour lernten sich Leute kennen; und Leute lernten Basler Bars kennen. Die Gäste bewiesen, dass es nicht der Alkohol ist, der Geselligkeit und Spass kreiert.
Grosse alkoholfreie Getränkeauswahl
Die Bars und Restaurants zeigten, ihr alkoholfreies Angebot. Das Nomad’s in Basel bot eine Karte mit 68 alkoholfreien Getränken an, davon 13 alkoholfreie Cocktails und vier alkoholfreie Biere, sowie 51 Softdrinks, Limos, Eistees, Säfte, Wasser, Kaffee und Tee. Verdursten musste niemand und auch für genügend Essen war gesorgt.
Good Vibes in Lausanne
Lausanne feierte seine erste Clean Party im D! Club. Alwarda organisierte die erste Rave-Party der Stadt ohne Alkohol und andere Drogen. Die Veranstaltung verband Musik und Bewusstsein mit Yoga-Sessions und Atemübungen. Das Ergebnis war ein einzigartiges Tanzerlebnis und positive Vibes. Dry January® unterstützte die Clean Party und war mit einem Präventionsstand bei der Veranstaltung vertreten.
Dry January und Workplace-Challenge
Der Dry January® ist die grösste Alkoholpräventions-Kampagne der Schweiz. Jede achte Person nimmt teil, das sind über eine Millionen in der Schweiz lebende Personen. Und über die Hälfte der Schweizer Bevölkerung kennt den Dry January®. In der Schweiz besteht der Dry January® seit 2021. Gegründet wurde er in Grossbritannien im Jahr 2013.
Die Workplace-Challenge unterstützt Betriebe, den Dry January® bei sich durchzuführen. Das Kampagnenteam stellt Ideen und Material zur Verfügung. Die Betriebe können an Wettbewerben mitmachen und Preise gewinnen. Die Workplace-Challenge wird im Januar 2027 wieder durchgeführt. Anmeldungen sind ab August 2026 willkommen.
Kontakt:
Deutschschweiz: Luna Hannappel, Projektleiterin Dry January, 077 251 46 19
Romandie und Ticino: Célestine Perisinotto, 078 756 96 67
Martin Bienlein, Mediensprecher Blaues Kreuz Schweiz, 079 228 96 04