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"Ich habe die Kontrolle und das ist mehr, als ich jemals wollte." Geschichte von "Anonymes Rentier"

Erfahrungsbericht
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Diese Geschichte ist von einer Person, von der man sich wirklich eine Scheibe abschneiden kann! In jungen Jahren hat die Person nach und nach ihr Leben zum Positiven verändert und immer mehr gesunde Lebensweisen und Strategien entwickelt. Man kann in dieser Geschichte sehr schön erkennen, wie wertvoll Gesundheit ist - und wie wertvoll das Leben dadurch wird! Schlussendlich konnte sich die Person auch vom Alkohol lösen - ein Suchtmittel, das jahrelang ein zentraler Punkt war und das Leben der Person stark beeinflusst hatte. Eine wirklich bewegende Geschichte, die auch zeigt, dass wirklich jede/r es schaffen kann, das eigene Leben zu ändern!

Es war nicht so sehr der Moment, an dem ich mich entschied, eine Alkoholpause einzulegen, sondern der Prozess davor – der schleichende Erkenntnisweg, dass ich mich mit jedem Bier weiter von mir selbst entfernte. Mit 32 Jahren und einer stetig wachsenden Plauze, wollte ich mich von den immer schlimmer werdenden Katern verabschieden. Ich wusste, dass ich mein Leben nicht von einem Tag auf den anderen ändern konnte. Die Vorstellung, einfach alles sofort hinter mir zu lassen, fühlte sich unrealistisch und überfordernd an. Stattdessen entschied ich mich, einen langfristigen Plan zu verfolgen, der in Etappen gegliedert war – Ziele, die ich in Jahresschritten erreichen konnte.
Der erste Schritt war dabei, mit Sport zu beginnen. Vor zwei Jahren begann ich auf Initiative eines Arbeitskollegen regelmässig zu joggen. Anfangs viel mir das schwer, mich zu überwinden. Doch nach jedem Mal fühlte ich mich so gut, dass es ein Ansporn war, damit weiterzumachen. Joggen wurde zu einer Art Ritual, das mir half, den Kopf freizubekommen und mich auf neue Weise mit mir selbst zu verbinden.
In einem zweiten Schritt hörte ich auf zu Rauchen. Darauf habe ich mich auch schon länger mental vorbereitet, auch mithilfe des Endlich-Nichtraucher-Buches. Letzen Winter hatte ich dann mal eine Rachenentzündung und rauchte daher ein paar Tage nicht. Ich behielt es bei. Jetzt rauche ich schon ein Jahr nicht mehr. Der nächste Schritt ist nun, meinen Alkoholkonsum in den Griff zu bekommen.
Jahrelang war Alkohol ein fixer Bestandteil meines Lebens. Fast täglich wurde aus einem Feierabendbier zwei, drei, vier. Es gab bei mir kaum Aktivitäten, bei denen Alkohol nicht dazu gehört. Nach der Arbeit, bei Treffen mit Freund:innen war es selbstverständlich, dass das Bier im Mittelpunkt steht. Bei einem Kochabend (meist mehrere Flaschen) Rotwein zu trinken schien zur Normalität zu gehören. Wenn ich ehrlich zu mir selbst war, wusste ich, dass es mehr als nur ein Genuss war. In meiner Bubble witzelten wir oft auch, wir seien eh alles Alkoholiker und liessen das so stehen. Deswegen änderte kaum jemand sein Verhalten.
Schon während dem letzten Jahr, einhergehend mit dem Rauchstopp, begann ich meinen Konsum unter der Woche massiv zu reduzieren. Meine Freundin und ich hatten uns die Regel gemacht, wenn, nur noch am Wochenende Alkohol zu konsumieren. Am Anfang fühlte es sich an, wie ein schwerer Verlust. Die Abende, die sich sonst um das Bier drehten, waren plötzlich leer. Ich musste mich an alkoholfreie Drinks, Tees oder Sprudelwasser gewöhnen. Irgendetwas fehlte, es fühlte sich an wie Heim- oder Fernweh. Es war, als ob ich einen alten Freund verabschiedet hätte, der mich jahrelang begleitet hatte, ohne dass ich je wirklich hinterfragt hatte, was er mir brachte (ähnlich mit den Zigaretten).
Aber mit der Zeit, mit jedem Tag, an dem ich ohne Alkohol ins Bett ging und morgens ohne Kater aufwachte, merkte ich, wie sehr mein Körper dankte. Immer öfter stellte ich beim Aufwachen noch schlaftrunken erst erschrocken, dann freudig fest, dass ich den Abend zuvor nichts getrunken habe. Ich war wacher, klarer, hatte mehr Energie und fühlte mich irgendwie lebendiger.
Es war ein langsamer, aber tiefgreifender Wandel. Und ja, es gibt noch die Abende, die sich noch leer anfühlen. Dieses Gefühl von „irgendetwas fehlt“ ist nicht immer einfach zu ertragen. Doch zu merken, dass ich auch gut Abende mit Freund:innen verbringen kann, ohne Alkohol zu trinken, erfüllte mich. Das Gefühl, den Tag klar zu beginnen, ohne den Schleier des Katerkopfes, war eine kleine, aber ständige Freude. Eine Klarheit, eine Verbindung zu meinem Körper und eine Zufriedenheit, die nichts mit dem Gefühl des Verzichts zu tun hatte. Sondern ich kann die gewonnene Zeit mit neuen Gewohnheiten und Erfahrungen füllen.
Wenn ich jetzt an den Wochenenden trinke, fühlte es sich verdient an. Es wurde ein achtsamerer Genuss, auch wenn ich ab und zu noch eins über den Durst trinke, hat sich mein Leben stark in eine positive Richtung verändert. Dieses Jahr will ich noch weiter gehen. Längere Alkoholpausen stehen an. Eine Pause ist mental leichter zu verarbeiten als «für immer». Vielleicht werde ich irgendwann ganz aufhören, vielleicht auch nicht – aber ich weiss jetzt, dass ich die Kontrolle habe. Und das ist mehr, als ich mir je hätte vorstellen können.

Ihr habt uns fleissig eure Geschichten und Erfahrungen geschickt. Danke dafür! Freut euch auf spannende Anekdoten, fesselnde Erfahrungen und Berichte und vielleicht auch die ein oder anderen Tipps. 

selina.brasser…

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